MEP Chleeacher
DER LEERRAUM ALS ROHSTOFF. Hier misst sich das Projekt nicht an seinen gebauten Massen, sondern an seinen Leerräumen. Statt die Parzelle in Restgärten zu zergliedern, die von asphaltierten Zufahrten umschlossen sind, setzen sich acht massvolle Baukörper frei, um einen weiten, durchgehenden Park von nahezu öffentlichem Charakter freizugeben. Zwischen den Gebäuden bilden echte grüne Atempausen und differenzierte Spielbereiche eine gemeinsame Landschaft zum Wohl aller Bewohner.
EIN MASSSTAB DAZWISCHEN. Das Ensemble sucht das richtige Mass zwischen dem Einfamilienhaus und dem grossen Kollektivbau. Mit einem Erdgeschoss plus zwei Obergeschossen (höchstens neun Meter, also die Höhe eines Wohnhauses) und nur zwei bis drei Wohnungen pro Geschoss bleibt die Dichte zurückhaltend. Dieser Massstab entspricht den Zielen des Raumplanungsgesetzes und bewahrt zugleich die Lesbarkeit des Hangs und die Einbindung in den Bestand.
SPARSAMKEIT UND BIODIVERSITÄT. Das vollständig unterirdische Parkieren befreit den Boden von jeglichem überflüssigen Verkehr und bewahrt die landschaftliche Qualität des Ortes. Die versiegelten Flächen werden auf ein Minimum reduziert, zugunsten lebendiger Böden und einer grosszügigen, biodiversitätsfördernden Bepflanzung. Die begrünten Flachdächer verlängern diesen lebendigen Boden und tragen zur Regenwasserbewirtschaftung bei. Ein Ansatz, der das Gebaute mit der Natur versöhnen und eine sanftere Verdichtung des Hangs denken will.